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Das Illenau Arkaden Museum – Die Klasse der Altenpflege (3BFA/3BFA1-1) besucht den besonderen Ort in Achern

Im Rahmen ihrer Abschlussfahrt besuchten die Schülerinnen und Schüler der Altenpflege das Illenau Arkaden Museum, los ging es mit der S-Bahn ab Rastatt. In einer 90-minütigen Führung im Museum konnten sie mehr über die Geschichte der Psychiatrie und der Illenau erfahren.

Denn in der Illenau hat sich Grundlegendes entwickelt, was vielen bis dahin nicht bekannt war: Benannt wurden nämlich zunächst nur fünf psychische Erkrankungen, die Diskrepanz zu heute wurde deutlich, inzwischen werden viel mehr unterschiedliche Diagnosen gestellt. Dr. Hoggemüller, selbst praktizierender Arzt, erläuterte die Anfänge der Gesprächstherapie und zog immer wieder Vergleiche zwischen früher und der Vielfalt aktueller Behandlungstherapien. Auch die Pharmakologie hat sich entwickelt, sodass die Anzahl der unterschiedlichen Medikamente bis heute angestiegen ist und daher viel individueller therapiert werden kann. Früher wurden die Patienten vielfach einfach nur ruhig gestellt, Alternativen wie Gesprächs- oder Kunsttherapie waren nicht bekannt, sondern wurden erst durch Hans Prinzkorn entwickelt.
Die Illenau hat eine Vorbildfunktion für andere Anstalten, dies wurde während der Führung immer wieder hervorgehoben. Ein Anliegen des Museums ist es, die Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken, zum Gespräch und zum Mitfühlen mit dem Patienten anzuregen. Dies ist auch in der Klasse geschehen, denn die Schülerinnen und Schüler werden in der Pflegeausbildung häufig mit psychiatrischen Erkrankungen konfrontiert und können die im Museum gewonnenen Erkenntnisse mit ihren eigenen Erfahrungen in der Praxis vergleichen.

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