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Die Anne-Frank-Schule ist Premierenschule des Badischen Staatstheaters Karlsruhe

Großes Interesse hatte das von Herrn Eiselstein ins Leben gerufene Kooperationsprojekt mit dem Badischen Staatstheater geweckt, welches die Lebensgeschichte Anne Franks als Ballett inszeniert.

40 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schularten hatten sich angemeldet, um bei der ersten Ballettprobe sowie einer sich anschließenden Theaterführung dabei zu sein, die erste Generalprobe und die Premierenaufführung mit einer Feier danach besuchen zu dürfen. Abgerundet wurde das Projekt mit einem Theaterworkshop, bei dem die Theaterpädagogin, die die Gruppe auch bisher schon begleitet und betreut hatte, direkt in der Anne-Frank-Schule zu Gast war.

Die erste Probe am 13. April gewährte ungewohnte Einblicke in die künstlerische Praxis und die Übungsphasen: Die Tänzerinnen und Tänzer tragen dick aufgeplusterte Boots an den Füßen, um die gedehnten Muskeln warm zu halten, während der Choreograph zu Beginn der Probe grundlegende Erklärungen und Hinweise zu seiner Inszenierung gibt. Und was tun, wenn die große Holzkonstruktion des Bühnenbildes zu schwer ist, um durch die Kraft eines einzelnen Tänzers verschoben zu werden, obwohl der Choreograph sich dies so wünscht?

Rund lief es dann aber bei der Generalprobe eine Woche später, bei der die Schülerinnen und Schüler zumindest den ersten Teil der Tänze im Kontext sehen konnten, die vollständige Inszenierung blieb der Premierenaufführung am 23. April vorbehalten.

Spannend war der Blick hinter die Kulissen des Badischen Staatstheaters: Wer hätte gedacht, dass das Theater neben dem Atelier zweier Hutmacherinnen auch eine eigene Schusterei besitzt? Großes Erstaunen auch beim Besuch des riesigen Kostümarchivs, in dem viele der bisher schon bei Aufführungen in Aktion getretenen Kostüme wiederentdeckt wurden.

Der Theaterworkshop in der Schule, der den Abschluss des Projekts bildete, konnte schließlich nicht nur zum Anlass genommen werden, kleine eigene Choreographien einzuüben, sondern sich auch über das Gesehene bei der Ballettaufführung auszutauschen. So gaben viele Schülerinnen und Schüler an, dass das bisherige Interesse am traditionellen Schauspiel durch das an Musik- und Tanztheater ergänzt wurde und auch die Scheu künftig solche zu besuchen stark gesunken sei.

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